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Es ist das größte, teuerste und für die Zukunft der Stadt als Zentrum der Gesundheits-Vorsorge im Landkreis wichtigste Projekt seit den ersten Bestrebungen vor Jahrzehnten, zum Kurort zu werden.  Bilderserie >>>
In nur wenigen Monaten wurde mit dem Bau des Präventions-Zentrums Sinocur durch die Unternehmer-Familie Staudinger (Kostenpunkt knapp drei Millionen Euro) sowie dem anschließenden Aufgangsgebäude, dem Übergang in den Kurpark und dem Auen-Wall durch die Stadt (Kosten rund fünf Millionen Euro bei 70 Prozent Förderung) ein weit und breit einzigartiges Ensemble geschaffen.
Was den Hamburgern die Elb-Philharmonie (obwohl die ungleich teurer wird), sind der Stadt diese Bauwerke. Bad Kötzting hat ein neues Wahrzeichen, das für die Ausrichtung in der Zukunft errichtet wurde. Mit dem Ende der Planungen und Arbeiten, die bereits unter seinem Vorgänger Wolfgang Ludwig begonnen wurden, werde nun „ein weiteres Stück Stadtgeschichte geschrieben“, sagt Bürgermeister Markus Hofmann, „ein Meilenstein wird Realität“. Darüber hinaus lobt das Stadtoberhaupt zum Ende der Bauarbeiten die „Punktlandung“, mit der sowohl zeitlich als auch finanziell dieses Großprojekt am kommenden Samstag seinen Abschluss finden wird.

Lebensstil hat ein Zuhause

An diesem Tag wird eigens zur Einweihung Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in die Stadt reisen, um gegen 14.30 Uhr alle Bauwerke offiziell ihren Bestimmungen zu übergeben. Dabei wird für die Ministerin natürlich nicht zuletzt der Aspekt der Gesundheit im Vordergrund stehen. Bürgermeister Hofmann ist dabei äußerst zuversichtlich, dass der Vertreterin der Bayerischen Staatsregierung gefallen wird, was die zu sehen bekommt, und wofür der Freistaat und die Europäische Union Millionen an Fördermittel bereitgestellt haben. „Das in den vergangenen Jahren entwickelte Lebensstilprogramm kann den Bürgern und Gästen künftig in den neuen Räumlichkeiten nicht nur in der Theorie näher gebracht werden“, sagt er.

Sein besonderer Dank gilt kurz vor der Eröffnung aber der Unternehmer-Familie Staudinger, „die sich durch den Bau des Sinocur wieder einmal für die Weiterentwicklung ihrer Heimatstadt starkgemacht hat“.

Ein langer Weg bis hierhin

Der Weg bis dahin war lang. Nachdem ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Städtebauliches Gutachten angemahnt hatte, dass die Anbindung der Innenstadt an die größte Parkanlage der Oberpfalz viel zu schlecht sei, wurde zum Architekten-Wettbewerb aufgerufen. Mit dem Konzept der Münchner Firma Lohrer/Hochrein – die sowohl den Steg als auch das Gebäude als Verbindung vorsah sowie den Wall – war der Weg vorgezeichnet. Doch es bedurfte viele Monate weiterer Planung und viel Überzeugungsarbeit in den Ministerien, bis das Mammut-Projekt auch finanziell machbar wurde.

Architekten: Michael Auerbacher Burghausen
Landschaftsarchitekten: Lohrer und Hochrein München
Elektroplanung: IB Schmid Blaibach
Lichtplanung Aussenanlagen und Park: HL LichtTechnik Ruhpolding